Vasa-Museum

Dieses Museum wird auch solche Besucher begeistern, die sich ansonsten nicht zu den Liebhabern von Schiffen und deren Eigenheiten zählen. Das Vasa-Museum ist das Museums-Highlight in Stockholm, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Die Hauptattraktion des hallenartigen Museums ist das gewaltige, etwa 50 Meter hohe Kriegsschiff "Vasa", das im Jahr 1628 auf seiner Jungfernfahrt versank. Doch nicht nur Schwedens berühmtestes Schiffswrack zieht im meistbesuchten Museum Skandinaviens täglich endlose Besucherströme an, interessant ist auch der einzigartige Einblick in den Schiffbau und das Leben der Menschen im 17. Jahrhundert. Das königliche Kriegsschiff "Vasa" wurde eigentlich gebaut, um noch mehr schwedischen Schrecken im Deutschland des Dreißigjährigen Krieges zu verbreiten. Auf ausdrücklichen Wunsch des Königs wurde ein zusätzliches Kanonendeck auf dem Schiff errichtet, was jedoch der Statik des Wasserfahrzeugs nicht bekömmlich war. Als das mächtigste und kampfstärkste Schiff der schwedischen Flotte an einem sonnigen Sonntag im August des Jahres 1628 auf seiner Jungfernfahrt durch das ruhige Wasser des Stockholmer Hafens glitt, mischten sich Salutschüsse in den Jubel der begeisterten Zuschauer. Doch schon nach knapp 20 Minuten neigte sich das Schiff bedenklich zur Seite und Wasser drang in die geöffneten Kanonenpforten ein. Innerhalb weniger Minuten sank das Schiff mit Mann und Maus - von den 150 Mann Besatzung kamen dabei zwischen 30 bis 50 Menschen ums Leben.

Erst 1962 wurde das Wrack der Vasa geborgen und in einer eigens gebauten Werft fast 17 Jahre lang mit einer Konservierungsflüssigkeit besprüht. 1988 kam das einst so stolze Schlachtschiff dann in das neu erbaute Vasa-Museum, wo es heute aus vielen verschiedenen Blickwinkeln von seinen interessierten Besuchern bestaunt werden kann. Besonders für Kinder stellt dieser Museumsbesuch ein unvergessliches Erlebnis dar.