Stadtschloss des Königs

Die gewaltigen Mauern des Stadtschlosses lassen schon von weitem erkennen, dass dieses Gebäude in Stockholm eine große Rolle spielt. Früher stand hier die mittelalterliche Vasaburg, die dem verheerenden Brand von 1697 vollständig zum Opfer fiel. An der Stelle des einstigen Märchenschlosses erhob sich im Jahr 1754 - wie Phönix aus der Asche - ein beeindruckender Barockbau im italienischen Stil. Der Stadtwohnsitz der schwedischen Königsfamilie präsentiert sich mit seinem quadratischen Grundriss ebenso gewaltig-kolossal wie distanziert und kühl. Der Arbeitsplatz des schwedischen Königs zählt weltweit zu den größten noch bewohnten Schlössern. Da die königliche Familie hier nur ihren offiziellen Stadtwohnsitz innehat und tatsächlich auf Schloss Drottningholm lebt, bietet der Palast neben den Repräsentationsräumen noch genügend Platz für außergewöhnliche Museen und Ausstellungen.

Im Museum Te Kronor kann man die Entstehungsgeschichte des Schlosses nachvollziehen, während in der Schatzkammer sinnbetörende Juwelen sowie die Reichsinsignien Schlüssel, Reichsapfel und Zepter aufbewahrt werden. Daneben gibt es noch diverse Kronen, Schwerter und ein gewaltiges silbernes Taufbecken zu bestaunen. Die Rüstkammer beeindruckt mit militärischen Exponaten, doch auch Skurriles, wie das ausgestopfte Pferd König Gustav II. Adolf oder die Gesichtsmaske Gustav III. präsentieren sich dem neugierigen Betrachter. Interessant sind auch die Königlichen Repräsentationsräume mit der Schlosskirche, die ein anschauliches Bild vom Leben der königlichen Familie vermitteln. Immer wieder ein gern gesehenes Spektakel ist der tägliche Wachwechsel der Königlichen Wache auf dem Schlossplatz. Pünktlich im 12.15 Uhr (an Sonn- und Feiertagen eine Stunde später) spielt sich hier der militärische Aufmarsch oft hoch zu Ross und mit Musik ab. Jedoch beschränkt man sich in Stockholm bei dieser beliebten Touristenattraktion auf die warmen Sommermonate, da es hier - anders als im milden London - im Winter frostig kalt wird.