Nachtleben

Die Stockholmer gehen abends gerne aus. Dies zeigt sich nicht nur an der Vielzahl der Kneipen, Bars und Discos, sondern auch in der Länge der geduldig davor stehenden Warteschlangen. Wer dem langen Anstehen entgehen will, sollte sich frühzeitig ins Nachtleben stürzen, doch an den Türstehern kommt er deshalb trotzdem nicht vorbei. Sie stehen überall und sind so gut wie unbestechlich - die Wächter vor Klubs, Bars und Diskotheken. Sie achten nicht nur auf ein einigermaßen ansprechendes Äußeres ihrer Gäste, sondern sehr genau auf deren Alter. Unter 18 hat man keine Chance in einen Klub eingelassen zu werden. Manchmal ist die Altersgrenze auf 21, in Ausnahmen sogar auf 25 Jahre hochgesetzt. Wer außerdem keinen absolut nüchternen Eindruck macht, kommt ebenfalls nicht hinein. Jeans und Turnschuhe sind nicht überall erwünscht und werden von den Türstehern oft mit einem kategorischen Kopfschütteln kommentiert.

Hält man sich jedoch an diese Spielregeln, steht einem unterhaltsamen Abend nichts mehr im Wege. Viele urige Szenekneipen bieten typisch Stockholmer Atmosphäre, die auch Geselligkeit garantiert. Besonders beim Rauchen vor der Tür tun sich die Einheimischen im sogenannten Smirting hervor: Bei der Kombination aus smoking + flirting bleibt kein Raucher einsam in der Kälte stehen, sofern er nicht über die Maßen kontaktarm oder notorisch unsympathisch ist. Selbst kleine Bars haben den Vorteil, dass man dort sehr gut essen kann. Die Rechnung - und sei sie auch recht gering - wird meist mit Kreditkarte beglichen. Zentrale Punkte des Stockholmer Nachtlebens befinden sich in der Altstadt Gamla Stan um den Järntorget und Kornhamnstorget sowie entlang der Stora Nygatan. In Norrmalm feiert man zwischen Sergels Torg und Birger Jarlsgatan, während der Stureplan auch bei Nacht sehr belebt ist.