Gamla Stan

Gamla Stan, die farbenprächtige und lebhafte Altstadt der schwedischen Metropole, liegt genau besehen auf drei Inseln: Stadsholmen, die oft auch mit Gamla Stan bezeichnet wird, Helgeandsholmen und Riddarholmen. Schon in frühester Zeit existierte hier bereits eine festungsähnliche Anlage, die zur Kontrolle der Mälaren-Ostsee-Passage diente. Von einer Siedlung konnte jedoch noch lange nicht die Rede sein. Erst ab 1252 wurde Stockholm unter der Regierung Birger Jarls erstmals urkundlich erwähnt. Doch ab diesem Zeitpunkt schritt die Entwicklung Stockholms zur schwedischen Haupstadt unablässig voran, bis sie sich im Europa des Mittelalters mit ihrem Ruf als Metropole dauerhaft etablierte. Die hier ansässigen Kaufleute und die Hanse taten ein Übriges, um Stockholms Einfluss und Wohlstand zu steigern. Diese Entwicklung wurde im Jahr 1625 durch den verheerenden Brand zwar einstweilen gehemmt; dem Feuer fielen beinahe alle hölzernen Gebäude der Altstadt zum Opfer.

Doch brachte dieses Unglück Stockholm nicht von seinem Weg zur Handelsmetropole ab. Zu den beeindruckendsten Gebäuden der historischen Altstadt zählen neben dem Königlichen Stadtschloss das Reichstagsgebäude und die beiden Kirchen Storkyrkan und Tyska Kyrkan. Die malerische und zugleich prächtige Altstadt Stockholms ist nicht nur bei den Bewohnern von Schwedens Hauptstadt sehr beliebt - tagtäglich werden unzählige Touristen durch dieses schöne Viertel geschleust; Busse speien ihre Menschenladung aus, die sich mit gezückten Kameras auf die Sehenswürdigkeiten der Gamla Stan stürzen. Wer diese Menschenmassen vermeiden möchte, muss seinen Altstadtbummel allerdings auf früh morgens verlegen, solange die Touristen noch beim Frühstück im Hotel sitzen. Wem dies nicht gelingen sollte, kann versuchen, in die kleinen Neben- und Seitenstraßen auszuweichen. In der Prästgatan kann es durchaus sein, dass man ein ruhiges Plätzchen entdeckt, wo man die einzigartige mittelalterliche Stimmung der Gamla Stan beschaulich auf sich wirken lassen kann.